Bild des Monats - Mai

Veränderungen im Gesamtwasserspeicher Deutschlands in den vergangenen 20 Jahren

Die Kartenkollektion zeigt für jedes Jahr seit 2002 den mittleren Gesamtwasserspeicher, wie er von GRACE und GRACE-FO gemessen wurde. Rot dargestellt sind dabei die Regionen, in denen im Mittel im jeweiligen Jahr weniger Wasser gespeichert war als im Referenzzeitraum 2002–2020; die blaue Einfärbung entspricht einem Wasserüberschuss.

Mit der Kartenkollektion lassen sich sowohl Ereignisse in einzelnen Jahren als auch langfristige Veränderungen erkennen. So ist ein Wasserüberschuss in den Überflutungsjahren 2002 und 2013 sowie im extrem schneereichen Jahr 2010 sichtbar. Allerdings können in dieser Darstellung nur großräumige Überschwemmungen gezeigt werden, weshalb die Ahrtalflut in 2021 nicht zu erkennen ist. 

Seit 2018 herrscht in Deutschland Dürre, die nur 2021 durch höhere Niederschläge etwas abgemildert wurde. Der Wassermangel in Deutschland zeichnete sich bereits im langfristigen Trend seit 2015 ab. Die starken Regenfälle Ende 2023 sind im Jahresmittel für dieses Jahr noch nicht sichtbar. Ob und wie sich der Wasserspeicher in Deutschland nach der Dürre erholt, werden die nächsten Monate und Jahre zeigen.

Text und Karten: Eva Börgens, GFZ

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